Werbeformate

 

Die erste Werbeform im Internet

Was war die erste Werbeform im Internet? Wie bereits schon erwähnt, war dies der Textlink. Textwerbung funktioniert, weil sie nicht als Werbung, sondern eher als Inhalt wahrgenommen wird. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass sogenannte Advertorials (Teaser) – meist unten oder auf der rechten Seite einer Website platzierte Inhalte, die den Benutzer auf eine andere Seite locken (= to tease) sollen – öfters geklickt werden, wenn sie im Layout der Website gestaltet, aber trotzdem als Anzeige gekennzeichnet sind. Aus der Erkenntnis entstand auch Native Advertising als eher neue Werbeform in den letzten Jahren.

Später wurden Bilder für die Werbung verwendet. Nachstehende Abbildung zeigt das erste Banner auf einer Internetseite überhaupt. Das erste Banner erschien auf der Website von zeff.com (s. Abbildung unten).

Wifimaku: Halfpage

Erstes Banner im Internet (Quelle: www.zeff.com)

In den letzten Jahren hat auch die Video-Werbung im Internet stark zugenommen. Oft wird dazu der bestehende TV-Spot an die Online-Spezifikationen adaptiert. Vor allem Youtube, Facebook, Catch-Up TV (Mediatheken) und Online-TV-Anbieter wie Zattoo haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Darüber hinaus erreicht man einzelne (vor allem jüngere) Zielgruppen heute besser Online als im TV.

 

Standards gemäss IAB

Wenn Sie bisher geglaubt haben, dass die Banner zufällige Formate haben, dann irren Sie sich. Banner sind weltweit genormt. Die Organisation (Branchenverband), die für die Normierung zuständig ist, heisst „Interactive Advertising Bureau“ (www.iab.com). 2008/2009 wurde zudem ein Schweizer Ableger der IAB gegründet (www.iab-switzerland.ch) mit dem Ziel, Standards zu etablieren und die Plan- und Buchbarkeit von Online-Werbung zu vereinfachen. Da Werbemittel heute in HTML5 oder animierten GIFs hergestellt werden, eignen sich diese für einen Abdruck relativ schlecht. So empfiehlt es sich, diese online zu betrachten. Auf der Site www.iab.com und www.iab-switzerland.ch finden Sie die weltweit genormten Werbeelemente sowie etablierte Schweizer Sonderformate.

Standardisierte Werbeformate

  • Leaderboard (728 x 90 Pixel)
  • Wide Skyscraper (160 x 600 Pixel)
  • Medium Rectangle (300 x 250 Pixel)
  • Fullbanner (468 x 60 Pixel)

Auch wenn es Fullbanner, Leaderboard und Wide Skyscraper noch gibt, so sind sie doch mittlerweile fast vollständig durch die grösseren Werbemittel Wideboard (994x250 Pixel) und Halfpage Ad (300x600 Pixel) ersetzt worden.Wifimaku: Standard-Display-Werbemittel

Expandable Formate

  • Leaderboard (728 x 90 Pixel auf 728 x 300 Pixel)
  • Wide Skyscraper (160 x 600 Pixel auf 300 x 600 Pixel)
  • Medium Rectangle (300 x 250 Pixel auf 400 x 400 Pixel)

Spezialformate

  • Halfpage Ad (300 x 600 Pixel)
  • Wideboard (994 x 250 Pixel)
  • Sitebar Ad (past sich dynamisch der Bildschirmgrösse an und füllt diese vollständig aus)
  • Wallpaper (Roadblock, 728 x 90 Pixel und 160 x 600 Pixel)
  • Layer Ad (400 x 400 Pixel)

Auch wenn sie nicht zu den iab Standardformaten gehören, so sind das Halfpage Ad und das Wideboard heute wohl die am meisten genutzten Werbeformate. Dabei ist das Halfpage Ad eine grössere Version des Wide Skyscrapers und das Wideboard eine grössere Version des Leaderboards.

Das Wideboard wird mittlerweile auf den meisten Portalen unterhalb statt oberhalb der Navigation angeboten. Dies ist eindeutig vorzuziehen, da sie eine höhere Sichtbarkeit (Visibility) aufweist. Der Grund ist dahinter ist ganz einfach – die Nutzer müssen, um die Navigation zu nutzen, wieder über das Banner scrollen.

Wifimaku: Wideboard

Wideboard unterhalb der Navigation (Quelle: 20min.ch)

 

Wifimaku: Halfpage

Halfpage Ad (Quelle: nzz.ch)

 

Das Wallpaper, auch Roadblock genannt, ist insofern ein Spezialformat, da es wie ein Werbebanner in L-Form oben und rechts um die Website verläuft, sich in Wirklichkeit aber um zwei direkt aneinander gepackte Werbebanner – einmal ein Wideboard und einmal ein Halfpage Ad – handelt.

Was zudem auffällt, sind die Angaben in Pixel. Im Gegensatz zu Zeitschriften, wo man mit Spalten und Millimetern rechnet, ist bei der Bannerwerbung die Massgrösse das Pixel. Ein Bildschirm hat eine bestimmte Auflösung. So sieht ein Banner bei einem Bildschirm mit sehr hoher Auflösung sehr klein aus. Mit Millimetern wäre das schlicht nicht sinnvoll.